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90 Jahre DDC-Geschichte
– Keine Zukunft ohne Vergangenheit –

"What is past is prologue!" – oder grob übersetzt: – "Es gibt keine Zukunft ohne Vergangenheit!" Dieser authentische Satz beschreibt eindrucksvoll die Rolle der Geschichte als Fundament für die Zukunft.
Er stammt, wie behauptet wird, von Marc-Alain Ouaknin, einem französischen Autor.

Eine bekannte Vergangenheit schafft Identifikation. Der bewußte Blick zurück, das Wahrnehmen der Wurzeln ist nicht Selbstzweck, sondern eröffnet neue, fundierte Perspektiven nach vorne. 

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ist der größte Dachverband für Hundezucht und Hundesport in Deutschland. Er ist der deutsche Mitgliedsverband der Fédération Cynologique Internationale (FCI), dem größten internationalen Dachverband.
Unsere drei deutschen Rassehundevereine für Dalmatiner sind als gleichgestellte Mitgliedsvereine im VDH registriert und haben eine gemeinsame Wurzel. Alle verfügen – hoch modern – über entsprechend ausführliche Webseiten im Internet, in denen sie über ihre aktuellen Clubgeschehnisse berichten. 

Obwohl die Mehrzahl die belegbaren Recherchen »Deutschlands Dalmatinergeschichte« kennen bzw. haben oder sich verschaffen könnten, findet sich kein Hinweis auf ihrer aller Entstehung im Jahre 1920 und ihre weitere Fortentwicklung bis in die Jetztzeit! Auch nicht das vom Sohn des Gründers erstellte Exzerpt, Herrn Hans Friedrich, der in Belleben lebt.

Lediglich der CDF hat als einziger Club immerhin diese zusammengefaßte 21seitige Information, das 'Herzstück' meiner inzwischen 3bändigen Chronik, vorbildlicherweise in seiner Homepage.

Eine Gemeinschaft, der die Geschichte verschlossen bleibt, ist eine Gemeinschaft ohne Tradition und Tiefe. Warum schätzen die doch von gemeinsamen Zielvorstellungen und Überzeugungen getragenen beiden anderen Mitgliedsverbände nicht auch die günstigen Umstände ihrer bekannten Geschichte, setzen sich mit ihrer Vergangenheit auseinander, um den Gründer entsprechend zu honorieren und auch die auffälligsten und bedeutendsten Züchter früherer Zeiten bis in die Gegenwart zu erwähnen? Die Produkte unserer Zuchtbemühungen, die sich heute um uns tummeln, können wir unstrittig diesen unseren Altvordern größtenteils verdanken! Denn ihr Herz-Blut fließt in unseren Seelen und in den Adern unserer momentanen Zuchterfolge. Zu allen herausragenden Jahresfesten im DDC hatte früher Frau Edith Huch im »UR«, in der »DP« und auf den JHV dazu stets eine Festrede veröffentlicht bzw. abgehalten. Auch wenn sie inhaltlich nicht den historischen Tatsachen entsprach, hat sie immerhin die Vergangenheit in Ehren gehalten und nicht negiert! – Nun lebt indes diese Galionsfigur nicht mehr, und damit ist scheinbar die Weiterführung dieses Kapitels der deutschen Dalmatingeschichte bedauerlicherweise abgeschlossen … 

Das 'dienstälteste' Vorstandsmitglied im DDC kann/will aus erklärlichen Gründen einerseits nicht mehr auf die bisherigen historischen Unrichtigkeiten zurückkommen, andererseits sind meine Chronik-Unterlagen scheinbar aus mehreren Gründen für ihn tabu, da namentlich er den Stab über mich gebrochen hat in Sachen Richterstreichung …

 Wären grundsätzlich nicht alle 3 Nachfolgevereine den unserer Hunderasse Interessierten gegenüber schuldig, über ihre gemeinsame, inzwischen wohl bekannte und überlieferte Vergangenheit in gebührender Form zu berichten, zumindest zum 90jährigen Bestehen ihres ursprünglichen Gründungsvereins? Wo liegt das Problem für die dafür zuständigen Oberen unserer 3 Vereine? 

Zumindest ein Verein zelebriert dieses runde Jubiläumsjahr wie folgt: 

Die Mitglieder und Freunde des Deutschen Dalmatiner-Clubs von 1920 e. V. haben einen Grund zum Feiern,
nämlicher wird in diesem Jahr 90! Es gibt einen Festabend zum 90-jährigen Bestehen. 

So weit, so gut! Dessen ungeachtet, wo bleibt der dazu gebotene geschichtliche Rückblick?

 Ich halte es mit dem eingangs erwähnten Zitat:

„Keine Zukunft ohne Vergangenheit!”

Noch wäre Zeit zu handeln, um der gemeinsamen Historie gerecht zu werden und in den Gedanken des Autors zu wandeln …

  

  

Seit dem 16. Juli 2007 sind in beiden Deutschen Nationalbibliotheken Leipzig und Frankfurt am Main je eine 3teilige Chronik der 3. Auflage hinterlegt, aufbewahrt in einem gefälligen Schuber, der gleichzeitig dem Schutz dient.

 
Damit ist gewährleistet, daß zukünftig sowohl unsere eigene deutsche Vereinsgeschichte als auch die allgemein überlieferte Dalmatinervergangenheit um uns herum, die nun ebenso um einiges mehr aufgehellt worden ist, in einer Spezialenzyklopädie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Auch habe ich Herrn Hans Friedrich in Belleben, dem Sohn des Gründers unseres Ursprungsvereins, und Frau Gisela Zschelletzschky, die sich insgesamt, und in der Aufarbeitung der DDR-Dalmatinergeschichte im besonderen, in hohem Maße verdient gemacht hat, persönlich mit einem Chronik-Exemplar bedacht.

    

 Burghard Hayek, Annemarie Manz, Hans Friedrich,
Gisela Zschelletzschky, Waldtraut Friedrich

  
    

 Waldtraut Friedrich, Enkelsohn Björn Asmus,
Hans Friedrich, Annemarie Manz, Gisela Zschelletzschky

 

 Waldtraut Friedrich, Gisela Zschelletzschky, Hans Friedrich




                                       

In letzter Zeit bekomme ich öfter mal zu hören, daß man diese Chronik eigentlich bereits besitze, aber davon eben nur die 1. oder 2. Auflage. Oder warum ich denn die hinzugekommenen Nachträge nicht in einem Addendum zusammengefaßt hätte.

Meine Antwort hierzu:
Die 1. Ausgabe hatte noch 351 Seiten, die 2. umfaßte bereits 1.446 und die 3. Fassung besteht mittlerweile aus 2.094 Seiten.
Unsere Dalmatinergeschichte mußte nun mal aufgrund hinzugekommener, nennenswerter Erkenntnisse in diversen Kapiteln neu geschrieben werden!
Wenn Sie beispielsweise einen neuen Rechtschreib-Duden erstehen, eine völlig neu überarbeitete und erweiterte Auflage, dann wollen Sie auch nicht, daß die dazugekommenen Bedeutsamkeiten in einem externen Nachtrag stehen, sondern einfach eine brandneue, vollständige, im historischen Ablauf geordnete, übersichtliche Version. ­ Nur so bekommt man die dazu nötige Gesamtübersicht!
Ein weiteres offensichtlich fatales Mißverständnis möchte ich bezüglich der 3-bändigen Chronik ausräumen.
Manche Interessenten meinen, daß die 3 Bücher inhaltlich identisch sind, und ich sie aus Kostengründen vorteilhaft veräußern möchte, so wie man im Geschäft Lavendel-Seife im Dreierpack, oder was auch immer, erstehen kann.
Ein 3-bändiges Lexikon ist alphabetisch geordnet und diese Chronik zeitlich formatiert und gehört somit untrennbar voneinander zusammen.
Oder wollte vielleicht die Buchanwärterin ihrer Züchterin den 1. Band zu Weihnachten schenken, mit dem Hintergedanken, daß die sich dann die beiden anderen Volumen selbst kauft?
Sorry, aber das ist nun mal meine Meinung dazu.
Wer sich trotzdem die Mühe machen will und die 1., 2. und 3. Herausgabe miteinander vergleicht, wird alsbald erkennen, daß viele neue, beachtliche Geschehnisse in Erfahrung gebracht worden sind.
Die neuen Chronikbesitzer werden wohl meine besten und repräsentativsten Werbevertreter für diese 3. Edition sein, die "Noch"-Zweifler zur Einsicht bringen und die restliche erforderliche Überzeugungsarbeit leisten.

   

 

Auslieferung der Paletten - geballtes Wissen für 22.000 EUR.
Sie kostete nicht nur diese immense Summe, sondern sie beinhaltet auch neun Jahre andauernde, ständige Berg- und Talfahrten durch alle Gemütslagen. Der eine gönnt sich halt ein neues Auto, der andere investiert in ein geschichtliches Werk für die Nachwelt, die einen genehmigen sich ein einmaliges feudales Essen, andere verwenden stattdessen den kurzlebigen Zaster für diese einzigartige, bleibende Chronik,- oder sie leisten sich eben beides!

          

 

"Wollen Sie ein wenig im Inhaltsverzeichnis dieser Chronik stöbern? ­ Dann tun Sie's doch!"

>> Inhaltsverzeichnis (als PDF) <<



Wie alles begann …

Anlaß zur Entstehung dieses Buches war meine entmutigende Erkenntnis, daß es bisher keine eigentliche profunde Chronik über Deutschlands Dalmatiner gibt. Gelegentliche, veröffentlichte, oberflächliche, sogar widersprüchliche Berichte über unsere jüngere Geschichte in der »Dalmatinerpost« des DDC, im »Unser Rassehund«, auch im Jubiläumsband »75 Jahre Deutscher Dalmatiner-Club von 1920 e. V.« und neuerdings in der clubeigenen Homepage waren und sind derart lücken- und zudem fehlerhaft, daß ich beschloß, selbst die Initiative zu ergreifen und nichts unversucht zu lassen, das Leben unserer Altvordern zu entwirren. Die deutsche Dalmatinerzucht, somit auch die Entstehung des Zuchtbuches, bedurften einer großzügigeren Erwähnung und damit auch intensiveren Recherche, – und das so bald wie nur möglich! – weil sonst nichts mehr auffindbar ist, zumindest alle entscheidenden Ereignisse leider Gottes unweigerlich und endgültig der Vergessenheit anheimfallen. Deshalb habe ich über nahezu neun Jahre in mühevoller Klein- und Sucharbeit versucht, die verflossene Zeit, vor allem hierzulande, so gut wie noch möglich umzupflügen und das Ergebnis in der Dokumentation »Deutschlands Dalmatinergeschichte« niederzuschreiben. Der Ursprungsverein, der »Verein der Dalmatinerfreunde«, ebenso sein amtlicher Nachfolger, der »DDC«, geben dabei hauptsächlich den Hintergrund und die Atmosphäre. Aus einer Vielfalt verschiedener Quellen und Unterlagen wurde eine eher eigenwillige Auslese und Aneinanderreihung für dieses Werk getroffen und mitunter ohne chronologische Zwänge erstellt. Es wurde versucht die einzelnen Zeitabschnitte zumindest noch in groben Zügen darzustellen und gleichsam "Erlebtes" wachzurufen. Erste Befragungen, in meiner näheren und weiteren Umgebung, fanden, im ganzen gesehen, ein so starkes Echo, daß ich zunächst beschloß, Beiträge, Nachweise und Bilder zu diesem Anlaß zu sammeln. Glücklicherweise entdeckte ich Spuren, die teilweise noch nicht endgültig verwischt sind, und ich habe zudem noch lebende Angehörige aufgespürt, um all das zurückzuholen und zu dokumentieren, was fast schon vergessen war. Bei leicht lesbaren (Hand-)Schriften wurde auf eine Übertragung verzichtet. Die wortgetreue genaue Übernahme der Schreibweisen bei Aktenstücken, Briefen etc. erfolgte um der Authentizität willen. Die weit verzweigten Wurzeln führten auch in die Tschechei, nach Österreich, nach Kroatien und Italien, in die Schweiz, nach England, sogar nach Schweden. Die Datenerfassung wurde in der Folge außerdem durch einige Einzelbefragungen ergänzt. Die von mir Angesprochenen reagierten größtenteils positiv, vor allem bei meinen Nachforschungen in Ostdeutschland und auch im Ausland wurde mir rege Unterstützung zuteil. Viele Quellen sprudelten fleißig, wenn manchmal auch recht zäh, bei der Zusammenstellung der Chronik. Neben zahlreichen Berichten, Zeitungsausschnitten, Erinnerungsstücken, Briefen usw. stellte man mir auch viele Fotos zur Verfügung. Fast Vergessenes oder gar nicht Bekanntes wird uns dadurch vor Augen geführt, gemäß dem Motto: Dalmatinereien – von allem etwas. Zweifellos ist jedoch weder ein noch so eindrucksvoller Text, noch das beste Foto imstande, das Geschehen vergangener Tage abermals so wiederzugeben, wie es die Zeitzeugen selbst unmittelbar unter dem Eindruck der damaligen Ereignisse erlebt haben. Dieses wohl einzigartige, spannende Buch ist lebendige Zeitgeschichte und soll eine kleine historische Arbeit sein; und alles in dieser Fleißarbeit ist belegt oder belegbar. Es möchte eine veritable Illustration, eine Fundgrube über unsere Dalmatiner für Dalmatiner-Liebhaber sein. Ein Geschichts- und Geschichtenbuch, kurzweilig und spannend zugleich, manchmal mit unangenehm-ehrlichem Spiegel-Vorhalten, ohne dabei die Augen vor den gegebenen Umständen und dem zusammenhängenden Bereich zu verschließen. Vielleicht interessiert es auch zu erfahren, seit wann und weshalb wir heute im VDH drei eingetragene Dalmatinervereine in Deutschland haben ... Ich beabsichtige auch nicht mit meiner Meinung zu verschiedenen kritischen Ereignissen allen Lesern gerecht, everybody’s darling, zu werden. Dieses Buch der Geschichte ist verständlicherweise nun mal auch eine Sammlung von persönlichen Ansichten. Mir hat es (fast) immer wieder Spaß bereitet, und ich hoffe, daß ich es Ihnen in gleicher Weise so übermitteln kann. Die des Umfanges wegen in drei Bände aufgeteilte Chronik ist auch ein einmaliges Nachschlagewerk Deutscher Dalmatinerhistorik, nachdem etwas Ähnliches nicht vorhanden ist. – Es hat zwar die Absicht ein beredtes Zeugnis reger deutscher Dalmatinergeschichte durch Land und Zeit zu sein, aber die Suche nach der bereits verloren geglaubten Vergangenheit ist dennoch keine Arbeit von wissenschaftlicher Gründlichkeit oder gar zu erwartender Vollständigkeit, obgleich fortwährend Änderungen und Ergänzungen von mir vorgenommen wurden, stets neu gewonnene Erkenntnisse berücksichtigt und eingeordnet, nach der auf den griechischen Philosophen Heraklit zurückgeführten Formel "panta rhei", "alles fließt", soll also heißen, daß alles im Fluß, daß Sein in ewiger Bewegung ist. Ursprünglich hatte ich mir die Recherche zu dieser Chronik anders vorgestellt und gewünscht. Hätten nämlich die Vorstände aller drei Vereine, nachdem sie eigentlich die selben Vereinswurzeln miteinander haben, es ausnahmsweise zur gemeinsamen Sache erklärt, dann hätten wir hier und heute bestimmt einen fundierteren und ergiebigeren Wissensstand zum Wohle der nachgeborenen Generationen vorliegen. Man hätte sämtliche Clubmitglieder in den clubeigenen Vereinsgazetten hierzu animieren können, daß sie ebenso anhand meiner ersten und zweiten Auflage die von mir bereits erwähnten und nicht mehr existenten Zuchtstätten der Vergangenheit in ihren heimatlichen Bereichen genauer unter die Lupe nehmen, um vielleicht noch Nachgeborene anzutreffen. Ich bin überzeugt, daß wir dann viel mehr neue Erkenntnisse hätten gewinnen und hinterlassen können …

Sollten Sie, werter Leser, in der maßgeblichen Homepage des Deutschen Dalmatiner Clubs v. 1920 e. V. auf der Suche nach entsprechender weiterbildender Literatur sein, so fanden Sie seit Mai 2004 unter "Rasse" die Rubrik "Geschichte des Vereins" ­--> "Dieser Text wird momentan überarbeitet.".

Nun ist seit Mai 2008  in der DDC-Webseite, "... dem ältesten zuchtbuchführenden Rassehundzuchtverein für Dalmatiner ...", auch dieser Vermerk herausgenommen worden.

Da aber bedauerlicherweise kein neuer verbürgter Beitrag bisher nachfolgte, und wir hiermit "geschichtslos" sind, sah ich es unter diesen Umständen als meine Pflicht an, nachdem ich 10 Jahre speziell darüber mühevoll recherchiert habe, entsprechend zu reagieren. Das bin ich der belegten Geschichte und Fam. Friedrich in Belleben schuldig!

Ebenso werden unter "Literatur zum Dalmatiner" diverse Bücher aus dem In- und Ausland vorgestellt. ­ Von meiner Chronik wurde und wird bis heute weder die 1. Auflage, erschienen im August 1999, noch die 2. erweiterte Ausgabe, veröffentlicht im März 2002, erwähnt. Und die 3. dreibändige Edition gibt es nach mehrmaliger Vorankündigung mittlerweile auch seit Juli 2007 ...

Ein Interesse an der geschichtlichen, komplettierenden Wahrheit ist augenscheinlich nicht erkennbar. Ich selbst kann mit dieser Crux gut leben, aber ob die Dalmatinerleute generell es auch so sehen bzw. verstehen, bezweifle ich ...

Mein Dank gilt auch allen Leihgebern, die mir ihre wohl behüteten Autographe auf Treu und Glauben zum Digitalisieren und zur Erfassung ihrer Dokumente zur Verfügung gestellt haben.

 


Hinweis: Da der 249seitige »Ratgeber für den Dalmatiner-Freund« ebenso wie die Chronik »Deutschlands Dalmatinergeschichte« Eigenprodukte sind, können sie auch nur über mich erhalten werden.

 

  

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erstellt von Burghard Hayek und Monika Schäfer