Home
Aktuelles
Zuchtstätte
Meine Zuchtmethode
Deutschlands Dalmatinergeschichte
Bilder
Kontakt


12.  Mai 2009 – Audiometrie-Untersuchung an der Tier-Uni-Klinik Bern absolviert.

  

 

 

 

Meine Würfe sind weitgehend in- und liniengezüchtet, ohne Unterbrechung in der mütterlichen aufsteigenden Linie über 10 Generationen und väterlicherseits bis in die 7. Filialgeneration. Ich werde auch weiterhin an meiner genetischen Zielsetzung festhalten, - denn diese Vorgehensweise hat mir bisher stets Recht gegeben! Wenn gelegentlich Fehler auftraten, dann nicht in der allgemein üblichen mannigfaltigen Dalmatinerpalette, - von allem etwas!, sondern gebündelt und übersehbar, - z. B. Zahnverlust. Dieses Manko ist zweifellos vom züchterischen Standpunkt auch nicht wünschenswert, schränkt aber das betreffende Individuum in seiner Lebensqualität nicht bedrohlich ein, - es kann gut damit leben.

Eine Garantie auf "seine" Hunde, ihre Gesundheit oder Lebensdauer kann zwar kein aufrichtiger Züchter geben, weil die Genetik auch in Bezug auf diese Dispositionen noch immer relativ wenig erforscht ist und sie gelegentlich unvorhersehbare Wege geht. Dies nennt man dann in der Erbforschung Mutation, wenn Veränderungen, vom Erbgut abhängige Merkmalsausprägungen eines Gens, also Allele, gelegentlich vom Genom der Eltern abweichen.

 

Jedoch kann ich ehrlich von meiner Zucht versichern, möglichst alles in meiner Macht Stehende und meinem Wissen entsprechend alles Machbare zu tun, um mein mir gesetztes Ziel - nämlich wesensfeste, gesunde, anatomisch korrekte, möglichst langlebige und selbstredend auch schöne Hunde züchten zu wollen - zu erreichen.

 

Ich habe auch nicht von ungefähr gelegentlich bereits ältere, "pensionierte" Rüden in meiner Zucht eingesetzt, z. B. u. a. den damaligen engl. Importrüden Duxfordham Jolly Gladiator, oder mein Eigengewächs, Yokel v. Dalheim, um auch so vielleicht die wahrscheinliche Eigenschaft der Langlebigkeit auf seine Nachkommen zu berücksichtigen, genetisch mit einzubeziehen, soweit die Informationen zur Ausprägung dieser Merkmale stofflich gebunden sind und in dieser Form übertragen werden. - Einen Versuch war es zumindest wert!

 

Jolly wurde von seiner Erstbesitzerin, Irmgard Brosius, und Oskar Studer, dem Nachbesitzer, in der Schweiz, Lamby genannt. Und um ihn noch mehr in meiner Linie zu festigen, habe ich auch Söhne von ihm oder Abkömmlinge der 2. Parentalgeneration nach ihm mit einbezogen. Es waren die Rüden Herold v. Waldhagen, Orson v. Arin, Rauno v. Björndal und Olin v. Spitzwald ...

 

Damit ich die genetischen Anlagen meiner Welpen noch besser einschätzen kann, absolviere ich - soweit die Besitzer des jeweiligen letzten Wurfes dabei mitmachen - den sogenannten "TÜV" nach einem halben bis dreiviertel Lebensjahr bei mir im Haus und bei Kaffee und Kuchen. 

 

 

Meine Würfe wurden seit meinem Rücktritt (1987) als Landesgruppenleiter von Ba./Wü. (mit 3 Ausnahmen von der Landesgruppe Bayern) nur von Herrn und Frau Ronneburg gemeinsam abgenommen, die zu den erfahrensten Zuchtwarten in unserem Club zählten. Auffällige Wesensmängel, anatomische Gebrechen und/oder verminderte Vitalität als Folge von allgemein nachgesagter typischer Inzuchtdepression, konnten zu keinem Zeitpunkt bemängelt werden, auch nicht bei den bisher abgelegten Zuchtzulassungsprüfungen aller eingesetzten Elterntiere. Unerwünschte, bisher "verdeckte" Veranlagungen können in einer durchgeführten Linienzucht zwar gelegentlich auch noch auftreten und vererbt werden wie in einer Fremdzucht (Paarung von Individuen, die unter sich weniger verwandt sind als die Individuen im Durchschnitt untereinander), nur ist der "Erwartungswert" für den Effekt von "Fehlgenen" erfahrungsgemäß bei solchen Anpaarungen ungleich geringer, weil man die Aszendenten (Ahnen) der beiden Elterntiere über Generationen kennt! Auch ich plane – wie jeder andere Züchter! – nur erbgesunde Tiere miteinander zu verpaaren und lege besonderen Wert auf Gesundheit, Wesen und Anatomie besonderen Wert! Dem Standard entsprechend vom äußeren Eindruck her schöne Tiere sind zwar erstrebenswert, aber für mich dennoch nachrangig in meiner Prioritätenskala! Bei Verbindungen mit eigenen Tieren weiß ich rational mehr, was auf mich zukommt, – bei Fremdeinkreuzungen fast überhaupt nichts! Zum besseren Verständnis folgendes Beispiel:

 

In einer der unzähligen aktuellen Dalmatiner-Homepages habe ich im Internet folgenden Beitrag entdeckt, der zwar zufällig hierzu Bezug nimmt, aber die darin vertretene Theorie steht inhaltlich mit sich selbst im Widerspruch:

"... Wir versuchen unter Vermeidung von Wiederholungsverpaarungen und ohne den Einsatz von bereits stark verbreiteten Linien Dalmatiner zu züchten, die möglichst frei von Erbkrankheiten sind. Deshalb wollen wir auf den Einsatz von „erfahrenen Deckrüden“ verzichten und auch Hunden eine Chance geben, die – aus welchen Gründen auch immer – keinen Titel aufweisen können, dafür aber evtl. gesunde Erbanlagen besitzen. Wir wissen, dass dieser Weg nicht ohne Risiken ist, hoffen jedoch, dass wir Sie als Besucher unserer HP mit auf diesen Weg nehmen können und dass Sie uns hierbei ein wenig begleiten ..." 

  • Was spricht gegen eine "Wiederholungsverpaarung", wenn bereits die erste gut war?
  • Warum kein Rüde aus einer "stark verbreiteten Linie"? Weiß man denn von seinen un-/günstigen Ergebnissen nicht mehr als von einem unbekannten?
  • Wer will nicht Dalmatiner züchten mit "gesunden  Erbanlagen", also frei von Erbkrankheiten? Auch hier stellt sich die Frage: Wann weiß man mehr über aufgetretene Erbanlagen, bei Verpaarung mit einem Rüden aus "stark verbreiteten" oder "weniger verbreiteten" Linien?
  • Von welchem Rüden "erfahre" ich mehr über seine genetischen Eigenschaften, vom "erfahrenen Deckrüden" oder von einem "unerfahrenen"?
  • Woher will man wissen, ob Rüden "ohne Titel gesunde Erbanlagen besitzen" und im Umkehrschluß dessen: Rüden "mit Titel nicht gesunde Erbanlagenhaben?

 

Meine Schlußfolgerung:
Zuchterfolge entstehen erst über Generationen, mit viel Geduld, praktisch erworbenen, lehrreichen Erkenntnissen – und vor allem ohne Selbstbetrug! 

 

 

Folglich: Je mehr ich über fremde Deckrüden und ihre Aszendenten weiß, um so geringer ist auch mein züchterisches Risiko, neue Zuchtfehler in meine Zucht einzuschleppen bzw. sie sogar zu erhöhen. 

 

 

Nur bei entsprechendem Bemühen stellt sich der Erfolg ein!

Auch mein 65. Wurf hat mir zumindest wieder einmal bewiesen, daß man erwünschte erbliche Veranlagungen grundsätzlich nur in disziplinierten und demzufolge bewährten Linien, also eine verläßliche und erfolgreiche Weiterentwicklung, häufiger erwarten kann. „Das mal da, mal dort kenntnislose Herumprobieren“ mit unbekannten, vor allem ausländischen Rüden, deren unbeständiges Genpotential außerdem gemäß ihrem Abstammungsnachweis häufig mit einer artenreichen, bunten Bergwiese vergleichbar ist, vom züchterischen Standpunkt man also nur auf gut Glück im trüben fischt, bringen die daraus resultierenden Zufallsprodukte mit ihren Genanlagen oftmals nicht die stets angestrebte Qualität in unserer ohnedies so komplizierten Zucht voran. Das ist keine hypothetische, also nur angenommene, auf einer unbewiesenen Vermutung beruhende Behauptung meinerseits, sondern eine mehrmals selbst gemachte und ebenso in meinem Umfeld leider festgestellte Tatsache, die uns zu denken geben sollte. Auch in genetisch stabilen Populationen treten gelegentlich Fehler auf, die nicht unbedingt wünschenswert sind, so z. B. Depigmentationsschwächen an den Nasenschwämmen bzw. Lidsäumen, wenn man bei einem oder gar beiden Partnern diesbezüglich Zugeständnisse macht ... Wenn die eigene Hündin diese Anlage dazu nicht aufweist (jedoch eventuell Wurfgeschwister von ihr), der Rüde aber sie deutlich erkennbar hat (oder etliche Wurfgeschwister von ihm), darf ich mich dann nicht hinterher wundern, wenn einige Welpen aus dieser genetischen Verbindung demnach ebenfalls mit diesem ererbten Problem "behaftet" sind ... Wie heißt ein alter, sinniger Züchterspruch?

“In der Zucht geht nichts verloren!“ 

 

Allein mit diesen „Schwachstellen“ kann ich mich als Züchter im Hinblick auf andere entscheidende Vorteile gut abfinden, nachdem keine gravierenden Fehler, allgemein kynologisch übliche [Gaumenspalten, Hodenfehler, Knickruten, Nabelbrüche, das Vorkommen bedenklicher HD-Schweregrade (L ­ M ­ S)], oder all die bekannten, dalmatinerspezifischen Mängel aufgetreten sind. Ansonsten (außer einer Platte!) keine weiteren zuchtausschließenden Defekte, kein albinismus oculi (Blauäugigkeit). Auch die Audiometrie hat gezeigt, daß (zumindest seit 5 Würfen) alle Welpen uneingeschränkt auf beiden Ohren hören. - Züchterherz, was begehrst Du mehr?

 

 

Der Kauf eines Dalheim-Dalmatiners beinhaltet mit seine Betreuung, daß Sie mit Ihren anstehenden Dalmatinerproblemen zeitlebens jederzeit zu mir kommen können. 

Bedenken Sie stets: Ich habe immer (!) für Sie Sprechstunde!!! Und das ist keine allgemein beliebte Phrase, sondern Realität, Alltag.

Wenn man aber keinen Kontakt mit mir aufnimmt, kann ich auch nicht helfen!


Anzeigen als PDF (benötigt Acrobat-Reader)

(AKTUELLE 18seitige Prüfliste für den O3-Wurf!)

  
(Bitte Bild anklicken zum vergrößerten Betrachten)
 Anzeigen als PDF (benötigt Acrobat-Reader)

(Bitte Bild anklicken zum vergrößerten Betrachten)
Anzeigen als PDF (benötigt Acrobat-Reader)

Bilder zur Audiometrie-Untersuchung des J-Wurfs gibt es hier ! 

Zurück zum Seitenanfang
erstellt von Burghard Hayek und Monika Schäfer